Donnerstag, 18. – Sonntag, 21.01.2018
TREFFPUNKT Rotebühlplatz

Das gesamte Programm finden Sie hier

Auch bei dem 7. Indianer Inuit Nordamerika-Filmfestival geben inhaltsstarke Filme wieder Einblick in Kultur und Lebenswirklichkeit der indigenen Bevölkerung Nordamerikas. Deren Filmschaffende nehmen heute selbst die Kamera in die Hand, schreiben Drehbücher und besetzen Rollen. Sie setzen Gegenwart und Geschichte in eindrücklichen, humorvollen und faszinierenden Filmen in Szene und tragen damit dazu bei, stereotype Vorstellungen vom sogenannten „Indianerfilm“ abzubauen. Das diesjährige Festival-Motto UP|RISE – EARTH AND WATER will darauf hinweisen, dass insbesondere indigene Völker unmittelbar auf den Zugang zu sauberem Wasser angewiesen sind. Die Themen der Filme, seien sie zwischenmenschlich oder umweltbezogen, gehen uns am Ende alle etwas an.

Wichtiger Bestandteil und zugleich eine Besonderheit des Festivals ist die Begleitung durch
indigene Gäste aus den USA und Kanada. , die im direkten Austausch mit dem Publikum im
Film thematisierte Inhalte vertiefen, aktuelle Entwicklungen diskutieren und das Festival mit
persönlichen Momenten und Begegnungen bereichern.

UNICEF-Repräsentantin während des Festivals ist die bekannte und mit dem Golden Globe
nominierte Schauspielerin und Regisseurin Irene Bedard (Cree, Inupiaq), die zu den
gefragtesten indigenen Schauspielerinnen Nordamerikas zählt. Die Künstlerin hat inzwischen
mit „Sleeping Lady Film Walking Giants Productions“ ihre eigene Produktinsfirma gegründet.
Mit Chief Caleen Audrey Sisk wird erstmals ein weiblicher Häuptling erwartet. Caleen
Audrey Sisk ist spirituelle Führerin der Winnemem Wintu in Nordkalifornien. Sie wird im
Rahmen der Eröffnungsfeier mit dem „Festival Award For Water And Environment
Protection“ geehrt, da sie sich seit vielen Jahren für die Wasserrechte der indigenen
Bevölkerung und den Schutz der Lachse einsetzt.
Aus Kalifornien reisen mit Raye Zaragoza, Kholan Studi und Goodshield Aguilar drei
junge, aufstrebende indigene Musiker nach Stuttgart, die im Rahmen des Festivals mehrere
Konzerte geben werden und ihre Musikvideos präsentieren. Raye Zaragoza hat im Frühjahr
den begehrten „Honesty Oscar Award 2017“ für „Best Song“ gewonnen. Goodshield Aguilar
ist, neben seinem Talent als Singer und Songwriter, bei der „Buffalo Field Campaign“ in
Montana engagiert, die sich seit vielen Jahren für den Schutz der Bisons einsetzt. Kholan
Studi, Sohn des bekannten indigenen Schauspielers Wes Studi, begleitet Raye Zaragoza am
Bass. Auch als Bühnen- und Filmschauspieler hat er sich bereits einen Namen gemacht. Die
weiteste Reise nehmen die beiden kanadischen Filmemacherinnen Barbara Cranmer (Alert
Bay) und Alethea Arnaquq-Baril (Iqaluit, Nunavut) auf sich. In Stuttgart werden sie ihre
beiden international mehrfach ausgezeichneten Dokumentarfilme „Our Voices, Our Stories“
sowie „Angry Inuk“ präsentieren.


Wie immer legt das Festival großen Wert auf kulturelle Begegnung und Vermittlung. Es
arbeitet eng mit UNICEF Stuttgart, Lehrer/innen, Schüler/innen und Studierenden
zusammen. So begleitet die UNICEF-Repräsentantin die Filmprogramme für Schulklassen,
im Rahmen von Projekten entwickeln Gymnasialschüler/innen und Studierende deutsche
Untertitel für ausgewählte Filme und fungieren als Jury für den besten Kinder- bzw. den
besten Dokumentarfilm.


Künstlerischer Leiter dieses in Europa einzigartigen Filmfestivals ist der Konstanzer
Gunter Lange, der das Festival 2004 gegründet hat.

Partner des Filmfestivals sind: American Indian Film Institut und Festival (AIFI/AIFF) San
Francisco, Dreamspeakers Indigenous Film Festival Edmonton, Kanada, UNICEF,
Universitäten Konstanz und Bremen, d.a.i. Tübingen, in Stuttgart: TREFFPUNKT
Rotebühlplatz (vhs), Linden-Museum, Deutsch-Amerikanisches Zentrum (DAZ)

Weitere Informationen unter www.nordamerika-filmfestival.com